Wissenswertes
Wir stellen Interessierten transparent das Projekt vor. Hier finden Sie unter anderem die Projektpräsentation und im weiteren Verlauf Ergebnisse und Maßnahmen.
In der Vergangenheit galt der LK Verden als wasserreicher Landkreis. Unsere Vorfahren haben über Jahrhunderte die feuchten Flächen durch Entwässerungsmaßnahmen urbar gemacht und die Flüsse geregelt. Durch immer weniger Niederschläge in den Sommermonaten und sinkende Grundwasserstände kommt nun jedoch eine neue – zur Ursprungsmaxime entgegengesetzte – Aufgabe hinzu: das Wasser halten, wenn es gerade da ist. Dies ist ein wichtiges Handlungsfeld, um sowohl einerseits die Böden gesund zu erhalten und das Grundwasser zu schützen und anzureichern, als auch andererseits die Abflussspitzen von Extremwetterereignissen wie Hochwasser und Sturzfluten zu reduzieren.
Im Folgenden finden Sie eine Sammlung an (technischen) Möglichkeiten und Praxiserfahrungen zum Wasserrückhalt in der Fläche. Hinweise zu weiteren Projekten werden gerne entgegengenommen!
Laut statistischen Auswertungen verbraucht jeder Deutsche rund 120 L Trinkwasser am Tag. Das sind bei einem vierköpfigen Haushalt etwa 175 m³ pro Jahr. Nun heißt es oftmals: „Jeder Wassertropfen, der nicht verbraucht wird, schützt unsere wichtigste Ressource!“ Aber was kann jeder einzelne selbst verändern, um den persönlichen Wasserverrauch zu reduzieren? Und hat das einen Einfluss auf das Große und Ganze?
Wenn jeder pro Tag etwa 6 L (zur Einschätzung: das entspricht 5% des Tagesbedarfs und ca. einer Toilettenspülung) einsparen würde, ließen sich in Durchschnittsjahren pro Person ca. 48 m² Weizen beregnen. Verbräuchten alle Einwohner des LK Verden täglich diese 6 L weniger, könnte damit eine Fläche von ca. 940 Fußballfeldern beregnet werden.
Ein Blick in die persönliche Trinkwasserabrechnung lohnt sich also nicht nur, um den eigenen Geldbeutel zu schonen, sondern auch, um zu der Minimierung der beginnenden Wasserproblematik beizutragen.
Als Überblick über Möglichkeiten zum Wassersparen – insbesondere im Haushalt und Garten – sind im Folgenden ein paar Tipps zusammengestellt.
Wie lässt sich Grundwasser aktiv schützen und gezielt anreichern, um den steigenden Herausforderungen durch Klimawandel und Nutzungskonkurrenzen zu begegnen? In Niedersachsen werden derzeit verschiedene technische und planerische Ansätze erprobt, um die Grundwasserneubildung aktiv zu fördern. Begriffe wie „künstliche Grundwasseranreicherung“ oder „Managed Aquifer Recharge (MAR)“ werden dafür verwendet. Dabei lässt man Wasser, zum Beispiel aus einer Talsperre, einem Fluss oder auch gereinigtes Abwasser geplant versickern. Indem das Oberflächenwasser durch den Boden langsam in den Untergrund sickert, wird es auf natürliche Weise gefiltert und gereinigt. Die Machbarkeit wird von den jeweiligen Standortfaktoren, wie z.B. der Durchlässigkeit des Untergrundes, dem Grundwasserflurabstand, den lokalen Abflussverhältnissen oder der Qualität und Menge des zur Verfügung stehenden Wassers bestimmt. Hier finden Sie einige aktuelle Forschungsprojekte, Maßnahmen und Grundlagen, um Impulse für Planungen und Diskussionen zu gewinnen.
Hintergrundwissen für Niedersachsen (laufendes Projekt „Untersuchung zu Effizienz und Randbedingungen von Maßnahmen der Grundwasseranreicherung“, Datenverfügbarkeit im NIBIS ab ca. März 2026)
Wie sichern wir unsere Wasserversorgung angesichts des Klimawandels, wachsender Nachfrage und regionaler Unterschiede? Diese Auswahl bietet einen Einstieg in die vielfältigen Konzepte und Strategien zum Wassermengenmanagement in Deutschland – von der nationalen Wasserstrategie bis hin zu regionalen Zukunftskonzepten einzelner Landkreise. Ob Sie sich für politische Rahmenbedingungen, technische Lösungsansätze oder regionale Herausforderungen interessieren, die hier versammelten Dokumente zeigen, wie Bund, Länder und Landkreise auf die drängenden Fragen der Wasserbewirtschaftung reagieren. Sie laden dazu ein, bestehende Ansätze zu vergleichen, voneinander zu lernen und neue Impulse für die eigene Praxis zu gewinnen.